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Wer Barcelona kennenlernen will, kommt an Gaudi nicht vorbei. Der berühmteste Sohn der Stadt hat überall mehr als deutliche Spuren seines Schaffens hinterlassen, die heute zu den sehenswertesten Punkten der Metropole zählen.
Als bekanntestes Werk Gaudis ist die - seit dem Jahr 1882 im Bau befindliche - "Sagrada Familia", im Stadtzentrum von Barcelona gelegen, ein guter Ausgangspunkt, um sich von dem "etwas anderen Stil" des Meisters beeindrucken und fesseln zu lassen. Gerüste stehen herum, Arbeiter laufen durch die Kirche, genauso wie die Besucher auf ihren Touren. Gebaut wird hier immer - zumindest aber noch geschätzte 25 bis 70 Jahre.
Gaudi selbst wirkte bis zu seinem Tod im Jahre 1926 aktiv am Bau des Gotteshauses mit. Seit dem ist es für involvierte Architekten die größte Herausforderung, Gaudis Werk zu interpretieren und - irgendwann einmal - fertig zu stellen.
Nächster Punkt der architektonischen Stadttour ist der "Park Güell", der mit dem Bus oder dem Taxi bequem erreicht werden kann. Mit der Metro ist der Besuch eher beschwerlich, da von der nächstgelegenen Haltestelle aus noch rund 20 Minuten Fußweg bis zum Park zu bewältigen sind.
Angekommen wird man durch die - Gaudi typische - und auf den ersten Blick befremdlich anmutenden Gebäude mehr als entschädigt. Ursprünglich als Mammutprojekt mit über 60 Villen angelegt, wurden tatsächlich nur 3 Gebäude fertiggestellt.
Das Haus Gaudis selbst, das der Familie Güell, und das Haus eines mit Gaudi befreundeten Architekten. Die beiden erstgenannten sind heute ein Museum und eine Schule. Letztgenanntes ist ein Wohnhaus geblieben. Die Steinkonstruktionen und die vielen bunten Verzierungen lässt man bei einem gemütliche Spaziergang durch die Parkanlage und über die Terrassen auf sich wirken, der einem die magische Welt Gaudis wieder ein klein wenig näher bringt.
Die "Casa Battló" in der Passeig de Gràcia 43 gelegen, ist schon von außen betrachtet ein wahrer Augenschmaus. Der Kampf des heiligen Georg gegen den Drachen wird mit Hilfe des gesamten Gebäudes dargestellt.
Beispielsweise steht die Galerie im ersten Stock für das Maul des Drachen. Ein Besuch im Inneren des Hauses rundet das Bild ab und zeigt deutlich Gaudis Detailverliebtheit. Sein Spiel mit Formen, Farben und Materialien wird über die Architektur bis in den kleinsten Winkel des Hauses transportiert.
Eines sollte jedem Besucher Barcelonas klar sein: Gaudis Werke werden noch lange über den Besuch der Stadt hinaus im Gedächtnis präsent sein, Anlass zum Träumen geben und vielleicht der Grund sein, noch einmal wieder zu kommen.
Quelle: NWP
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