Ins Französische Baskenland
Französische Baskenland
Am Atlantik liegen sie die vier Orte, wie kleine Diamanten funkeln sie ebenso ins Land, wie raus auf das Meer. Wir besuchen die Ortschaften Biarritz, Saint-Jean-de-Luz, Hendaye und Bayonne. Die vier "Verwandten" in Lage und Tradition haben dennoch jede ihren eigenen Charakter.
Mit dem Auto geht es los
Zunächst fahren wir mit dem Auto nach Bayonne. Hier ist mal stolz auf seine baskische Herkunft und flaggt dementsprechend auch "rot-weiß-grün". Einst galt Bayonne als Amsterdam Frankreichs, denn es gab unzählige Kanäle hier, die aber schon längst der Vergagenheit angehören. Hier gibt es auch viel Schinken, den die Bauern der Umgebung in die Stadt bringen.
Leckeres für den Gaumen
Der Bayonner Schinken ist im ganzen Land bekannt. Der Schinken wird schonend veredelt mit Salz und einem langen Trockenprozess. Der Bayonner ist nach dem Schinken auch gern etwas von der berühmten Schokolade. In Deutschland würden wir zu einer solchen Schokolade "Herrenschokolade" sagen, da sie schwarz, bitter und eben nur was für richtige Männer ist. Die Anfänge der Chocolatiere-Kunst in dieser Region geht auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts in Frankreich zurück.
Die Pilger mögen die Stadt
Im Zeichen der Muschel kamen schon viele Pilger durch die Stadt mit dem Schinken und der Schokolade und diesem unübersehbaren Stolz auf das
Baskische. Die Stadt ist nämlich eine wichtige Station der Jakobs-Pilger auf dem Weg nach Spanien, nach Santiago de Compostela. Die Bayonner haben extra oder auch trotz der Pilger eine mächtige Kathedrale im Stil der Gotik erbaut. Die 80 Meter lange und fast 40 Meter hohe Kirche hört auf den Namen Notre-Dame und steht dem Besucher jederzeit offen.
Was für regnerische Tage
Das baskische Museum lädt die Besucher zu einem Rundgang durch die Geschichte des Baskenlandes ein. Viele Exponate erzählen dem Besucher die Geschichte dieser Region, der Menschen und versuchen die baskische Kultur zu pflegen.
Den Wellen entgegen
In Biarritz ist der Jetset daheim. Hier geht es sehr international zu. In Biarritz sind neben dem Jetset aber auch die französischen Surfer daheim. Der Boom und Biarritz wurde damals ungewollt von Napoleon dem Dritten und seiner Frau ausgelöst. Neben dem französischen Adel kam wegen dem Kaiser auch einige europäische Blaublütige und so wurde der Ort am Atlantik zum Anziehungspunkt für die Reichen und Schönen der damaligen Zeit. Auch wenn etwas vom Glanz der alten "Belle Epoche", der schönen Epoche, verblasst ist. Biarritz ist bis heute eine Reise wert.
Die damalige Zeit zeigt sich bis heute in den historistischen Fassaden der Stadt. Viele Häuser im Stil der Neo-Gotik, aber auch des Jugendstils tauchen die Stadt noch immer in den Glanz der Vergangenheit.
Wo der Absolutist heiratete
Am nächsten Tag brechen wir auf in Richtung Saint-Jean-de-Luz. Gemütlich geht es hier zu und man sieht viele Familien. Die Wellen brausen sachte an den Strand und die Altstadt lädt den Besucher zum Bummeln ein. Ja, hier gefällt es uns ganz gut. Statt Jetset sieht an hier viele Familien und ab und an französische Rentner. Saint-Jean-de-Luz ist auch der Ort, an dem sich der Sonnenkönig Ludwig der XIV. vermählte.
Für Wanderfreunde
Dieser Ort ist nicht nur etwas für Royalisten, sondern auch für die Freunde des Wanderns die richtige Adresse. Eine Piste von über 20 Kilometern Länge zieht sich an der Küste entlang und verbindet die Ortschaften Saint-Jean-de-Luz mit Hendaye. Der Weg führt direkt an der Atlantikküste entlang. Hier gibt es viele Naturparks, malerische Strände und an jeder Ecke viel zu entdecken.
Diese Gegend ist auch ideal für Camper und Autotouristen. Gut erschlossene Infrastruktur bringt Sie schnell ans Ziel, die meisten Ortschaften verfügen über ausreichend Parkplätze und die Campingplätze sind sauber und auf europäischem Niveau.
Also auf was warten Sie noch - fahren Sie nach Frankreich und erleben Sie das Baskenland neu!
Quelle: NWP